Aktuelles

Aktuelle-Termine 2017

14./15. Oktober: Herbstwächelfest in Heuchelheim-Klingen
2. Dezember: Nacht der offenen Weinkeller

Architekturpreis Wein 2016 – gewonnen!

Vielen Dank an die Architekten der Werkgemeinschaft Landau: Carolin Seegmüller und Maike Löhr, die Möbelmanufaktur Nuss aus Pleisweiler, Carsten Torn und alle fleißigen Handwerker die uns geholfen haben!

Wir freuen uns!

Lange Nacht der offenen Weinkeller

Am 26. November 2016 von 17 bis 23 Uhr kommen Weinliebhaber wieder auf ihre Kosten: Während der VDP.Langen Nacht der offenen Weinkeller laden zahlreiche VDP-Prädikatsweingüter an der Mittelhaardt zum Verkosten, Genießen und Tanzen ein. Im authentischen Ambiente von Kelterhäusern oder Barriquekellern und umgeben von Weinfässern probieren Besucher die edlen Tropfen der ausgezeichneten Winzer. Hinzu kommt ein Rahmenprogramm aus Musik und Kulinarik, das diesen Abend auf jedem einzelnen Weingut unvergesslich werden lässt.

Wir sind zu Gast beim VDP Weingut Reichsrat von Buhl, Weinstraße 18, 67146 Deidesheim

Tickets erhältlich über die Geschäftsstelle den VDP.Pfalz in Siebeldingen.

Architekturpreis Wein 2016

13 Nominierungen bekannt gegeben

13/2016
8. August 2016

Bei dem zum vierten Mal deutschlandweit ausgelobten Preis hat der Südwesten die Nase vorn: Sieben der insgesamt 13 nominierten Betriebe kommen aus Rheinland-Pfalz, vier aus Bayern, die beiden übrigen aus Baden-Württemberg . Die Verleihung des Preises findet Ende November auf der internationalen Technologiemesse für Wein, Obst, Fruchtsaft und Spirituosen INTERVITIS INTERFRUCTA HORTITECHNICA 2016 in Stuttgart statt.

„Das Ambiente spielt bei der Vermarktung von Wein und im Weintourismus eine wichtige Rolle. Gute Architektur kann Impulse geben und Betrieben dabei helfen, ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen“, erläutert der rheinland-pfälzische Weinbauminister Dr. Volker Wissing die Motivation seines Hauses, den Preis zu unterstützen. Die insgesamt Fünfzig eingereichten Bewerbungen aus ganz Deutschland wertet der Minister als eindrucksvollen Beleg dessen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag 2016 auf Vinotheken. Allenthalben investieren Weinbaubetriebe in einen attraktiven Verkostungs- und Verkaufsraum. Norbert Weber, Präsident des Deutschen Weinbauverbandes dazu "Viele unserer Betriebe verfolgen ambitionierte Qualitätskonzepte vom Weinberg über den Keller bis zur Vermarktung. Wo können die Bertiebe dies eindrucksvoller sichtbar machen als in einer Vinothek, die den gleichen qualitativen Maßstäben entspricht?"

Gerold Reker, Präsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz und Mitglied der Jury sieht in den nominierten Projekten den Beweis, dass Baukultur und Weinkultur inzwischen als Geschwister wahrgenommen werden. "Wir haben lange dafür gearbeitet, dass Winzer und Architekten sich gemeinsam auf den Weg machen. Bei Weinbaukultur geht es nicht darum, einem Trend zu folgen. Baukultur für den Wein heißt, eine authentische Lösung zu finden, die zum Winzer und seiner Haltung passt, den Betrieb weiterentwickelt und den gesamten Ort aufwertet."

Im September Februar 2016 hatten das rheinland-pfälzische Weinbauministerium, der Deutsche Weinbauverband und die Architektenkammer Rheinland-Pfalz den Architekturpreis Wein 2016 zum vierten Mal nach 2007, 2010 und 2013 ausgelobt. Die nun bekannt gegebenenen dreizehn Nominierungen wurden durch eine Fachjury mit Vertretern aus der Architektur- und der Weinszene ausgewählt. Bis zur Preisverleihung in Stuttgart bleibt die genaue Zuerkennung von Preisen, Auszeichnungen und Anerkennungen allerdings geheim.

Weintage der Südlichen Weinstraße

Die Weintage der Südlichen Weinstraße – vielleicht die interessanteste Weinmesse unserer Region. Im Frank-Löbsche Haus können Sie an drei Tage neben den renommierten Weingütern auch junge aufstrebende Betriebe kennenlernen. Es erwarten Sie jedes Jahr 91 Weingüter, Winzergenossenschaften und Kellereien mit über 600 Weinen und Sekten. Ein Besuch lohnt sich.

Standnummer:
Datum: 16. - 19. Juni 2017

Interessante Informationen zum Thema Weinlese

Was passiert eigentlich bei der Lese? So einiges, was für die Weinqualität entscheidend ist! Die Erntezeit ist für uns der spannendste Moment, arbeiten wir doch das ganze Jahr daraufhin gute und vor allem gesunde Trauben zu erhalten. Diese müssen dann nur noch möglichst unversehrt in den Keller gelangen. Damit das gelingt bereiten wir uns früh vor. Die Fässer werden vorbereitet, die Maschinen überprüft und die Erntehelfer informiert. Unberechenbar und nervenaufreibend ist diese Zeit: Wird das Wetter halten? Kommt Regen? Wann ist der optimale Reifezeitpunkt erreicht?

Das Deutsche Wein Institut bietet viele Infos zu diesem Thema:
"Grüne Lese: Runter mit den Erträgen!
Vor der eigentlichen Lese haben viele Winzer eine „grüne Lese“ durchgeführt. Das bedeutet, dass überflüssige Trauben, die noch nicht ausgereift sind, abgeschnitten werden. Dadurch bleiben weniger Trauben am Stock, und diese profitieren entsprechend mehr von den Extrakten, die die Wurzeln aus dem Boden holen. Freilich wird die Erntemenge kleiner, pro Hektar gibt es dann eben weniger Hektoliter Most. Genau das ist wichtig für die Weinqualität: Niedrige Erträge (Hektoliter pro Hektar) bedeuten in aller Regel die besseren, weil extraktreicheren Weine. Eine richtige Lese ist das noch nicht.

Handlese oder Maschine?
Je höher die angestrebte Weinqualität, desto wichtiger ist die Frage, ob per Hand oder maschinell geerntet werden soll. Handarbeit ermöglicht eine genaue Selektion: Nur die reifen Trauben werden abgeschnitten. Faule Beeren können aus der Traube herausgeschnitten werden. Oft muss der Leser an mehreren Tagen durch den Weinberg gehen, um immer nur die reifen Trauben abzuschneiden. Das ist teuer. Manche Winzer transportieren die Trauben in kleinen Körben, damit die Beeren nicht durch ihr eigenes Gewicht zerquetscht werden. Sonst sammelt ein Büttenträger die in den einzelnen Rebzeilen gelesenen Trauben ein und schüttet sie auf einen Anhänger. In Steillagen ist Handlese die einzig mögliche Arbeitsweise. Eine Erntemaschine (Traubenvollernter) spart dagegen Zeit und Geld. Das Prinzip: Die Trauben werden durch Vibration herabgerüttelt und aufgefangen. Ist der Vollernter korrekt eingestellt und sind die Trauben optimal reif, ist diese Art zu ernten durchaus schonend und bedeutet keine Qualitätsminderung.


Stichwort Selektion
Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen: Schon im Märchen war das Prinzip der Selektion bekannt. Bei der Weinlese bedeutet es: Faule Beeren werden aus der Traube herausgeschnitten und gelangen nicht in die Kelter. Das wird oft auf Fließbändern oder an Tischen gemacht, auf die die Trauben geschüttet werden. Dazu braucht der Winzer erfahrene und flinke Helfer. Durch strenge Selektion gelingt es, Fehltöne im Wein so gut wie auszuschließen.

Eine Frage des Drucks
Ganz entscheidend ist die Frage, wie die Trauben gekeltert werden. Heute werden überwiegend pneumatische Pressen eingesetzt. In der horizontal liegenden, tonnenförmigen Kelter steckt ein Luftsack, der aufgepumpt wird. Er drückt die Trauben oder die Maische (Gemisch aus zerkleinerten Trauben und Most) an eine siebförmige Wand in der Kelter. Dieses Verfahren ist sehr schonend. Früher sahen Kelterpressen anders aus, sie ähnelten altertümlichen Druckerpressen. Dabei hat Gutenberg seine Erfindung sicher von den Winzern abgeschaut! Wer Gerbstoffe aus den Stängeln und Stielen aus dem Most heraushalten möchte, entrappt seine Trauben, bevor sie verarbeitet werden. Stiele und Stängel, die Rappen, werden maschinell entfernt. Je stärker der Druck, desto größer die Möglichkeit, dass die Traubenkerne zerquetscht werden und damit Bitterstoffe in den Most geraten. Am schonendsten ist eine Pressung durch das eigene Gewicht der Trauben. Die Franzosen nennen den Most, der ohne Druck von der Kelter abläuft, tête de cuvée; es ist der beste Most.


Sind so viele Hände
Bei der Weinlese geht es kaum ohne zahlreiche Helferinnen und Helfer. Bekanntlich kommen die meisten aus Osteuropa. Viele kommen jedes Jahr wieder. Im Jahr 2006, als die Lese wegen des ungünstigen feucht-warmen Wetters sehr schnell gehen musste, verdankten viele Winzer die Rettung ihrer Ernte nur ihren erfahrenen Helfern. Jedes Jahr helfen etwa 320.000 Menschen aus Polen, Rumänien und anderen Ländern in der deutschen Landwirtschaft, viele davon bei der Weinlese. Haben Sie auch einmal Lust? Fragen Sie einfach Ihren Winzer. Es ist etwas ganz Eigenes, die Trauben einzubringen und später den fertigen Wein daraus zu genießen.


Die Sache mit dem Sauerstoff
Warum sollen die Trauben möglichst unbeschädigt an der Kelter ankommen? Sauerstoff ist eine aggressive Substanz, der das Innere der Beere und der Most ausgeliefert wären. Oxidation führt dazu, dass sich unerwünschte Geschmacksstoffe bilden. Außerdem kann sich durch Essigsäurebakterien Essigsäure bilden, besonders bei Hitze. Grundsätzlich sind Weißweine anfälliger für Oxidation, da die Rotweine Phenole enthalten, die oxidationshemmend wirken. Schwefeldioxid ist ein gutes Mittel gegen Oxidation. Je weniger beschädigt die Trauben sind, desto weniger Schwefel muss eingesetzt werden. Moderne Verfahren sorgen dafür, dass der Most und der werdende Wein möglichst nicht mit Sauerstoff in Berührung kommen. Man nennt diese Art des Ausbaus reduktiv."