Aktuelles

Termine der Weinliefertouren

Die Termine für die Weinauslieferungstour

Hamburg und Umgebung: 8./9./10. November
Hannover-Brilon: 16./17. November
Köln-Rheinland: 20. November
Dortmund-Bochum-Hagen: 23./24. November
München: 30. Nov / 1. Dezember
Frankfurt-Fulda-Gießen: 4. Dezember
Nürnberg-Bogen: 8. Dezember


Bitte bestellen Sie mindestens 8 Tage vorher.

Interessante Informationen zum Thema Weinlese

Was passiert eigentlich bei der Lese? So einiges, was für die Weinqualität entscheidend ist! Die Erntezeit ist für uns der spannendste Moment, arbeiten wir doch das ganze Jahr daraufhin gute und vor allem gesunde Trauben zu erhalten. Diese müssen dann nur noch möglichst unversehrt in den Keller gelangen. Damit das gelingt bereiten wir uns früh vor. Die Fässer werden vorbereitet, die Maschinen überprüft und die Erntehelfer informiert. Unberechenbar und nervenaufreibend ist diese Zeit: Wird das Wetter halten? Kommt Regen? Wann ist der optimale Reifezeitpunkt erreicht?

Das Deutsche Wein Institut bietet viele Infos zu diesem Thema:
"Grüne Lese: Runter mit den Erträgen!
Vor der eigentlichen Lese haben viele Winzer eine „grüne Lese“ durchgeführt. Das bedeutet, dass überflüssige Trauben, die noch nicht ausgereift sind, abgeschnitten werden. Dadurch bleiben weniger Trauben am Stock, und diese profitieren entsprechend mehr von den Extrakten, die die Wurzeln aus dem Boden holen. Freilich wird die Erntemenge kleiner, pro Hektar gibt es dann eben weniger Hektoliter Most. Genau das ist wichtig für die Weinqualität: Niedrige Erträge (Hektoliter pro Hektar) bedeuten in aller Regel die besseren, weil extraktreicheren Weine. Eine richtige Lese ist das noch nicht.

Handlese oder Maschine?
Je höher die angestrebte Weinqualität, desto wichtiger ist die Frage, ob per Hand oder maschinell geerntet werden soll. Handarbeit ermöglicht eine genaue Selektion: Nur die reifen Trauben werden abgeschnitten. Faule Beeren können aus der Traube herausgeschnitten werden. Oft muss der Leser an mehreren Tagen durch den Weinberg gehen, um immer nur die reifen Trauben abzuschneiden. Das ist teuer. Manche Winzer transportieren die Trauben in kleinen Körben, damit die Beeren nicht durch ihr eigenes Gewicht zerquetscht werden. Sonst sammelt ein Büttenträger die in den einzelnen Rebzeilen gelesenen Trauben ein und schüttet sie auf einen Anhänger. In Steillagen ist Handlese die einzig mögliche Arbeitsweise. Eine Erntemaschine (Traubenvollernter) spart dagegen Zeit und Geld. Das Prinzip: Die Trauben werden durch Vibration herabgerüttelt und aufgefangen. Ist der Vollernter korrekt eingestellt und sind die Trauben optimal reif, ist diese Art zu ernten durchaus schonend und bedeutet keine Qualitätsminderung.


Stichwort Selektion
Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen: Schon im Märchen war das Prinzip der Selektion bekannt. Bei der Weinlese bedeutet es: Faule Beeren werden aus der Traube herausgeschnitten und gelangen nicht in die Kelter. Das wird oft auf Fließbändern oder an Tischen gemacht, auf die die Trauben geschüttet werden. Dazu braucht der Winzer erfahrene und flinke Helfer. Durch strenge Selektion gelingt es, Fehltöne im Wein so gut wie auszuschließen.

Eine Frage des Drucks
Ganz entscheidend ist die Frage, wie die Trauben gekeltert werden. Heute werden überwiegend pneumatische Pressen eingesetzt. In der horizontal liegenden, tonnenförmigen Kelter steckt ein Luftsack, der aufgepumpt wird. Er drückt die Trauben oder die Maische (Gemisch aus zerkleinerten Trauben und Most) an eine siebförmige Wand in der Kelter. Dieses Verfahren ist sehr schonend. Früher sahen Kelterpressen anders aus, sie ähnelten altertümlichen Druckerpressen. Dabei hat Gutenberg seine Erfindung sicher von den Winzern abgeschaut! Wer Gerbstoffe aus den Stängeln und Stielen aus dem Most heraushalten möchte, entrappt seine Trauben, bevor sie verarbeitet werden. Stiele und Stängel, die Rappen, werden maschinell entfernt. Je stärker der Druck, desto größer die Möglichkeit, dass die Traubenkerne zerquetscht werden und damit Bitterstoffe in den Most geraten. Am schonendsten ist eine Pressung durch das eigene Gewicht der Trauben. Die Franzosen nennen den Most, der ohne Druck von der Kelter abläuft, tête de cuvée; es ist der beste Most.


Sind so viele Hände
Bei der Weinlese geht es kaum ohne zahlreiche Helferinnen und Helfer. Bekanntlich kommen die meisten aus Osteuropa. Viele kommen jedes Jahr wieder. Im Jahr 2006, als die Lese wegen des ungünstigen feucht-warmen Wetters sehr schnell gehen musste, verdankten viele Winzer die Rettung ihrer Ernte nur ihren erfahrenen Helfern. Jedes Jahr helfen etwa 320.000 Menschen aus Polen, Rumänien und anderen Ländern in der deutschen Landwirtschaft, viele davon bei der Weinlese. Haben Sie auch einmal Lust? Fragen Sie einfach Ihren Winzer. Es ist etwas ganz Eigenes, die Trauben einzubringen und später den fertigen Wein daraus zu genießen.


Die Sache mit dem Sauerstoff
Warum sollen die Trauben möglichst unbeschädigt an der Kelter ankommen? Sauerstoff ist eine aggressive Substanz, der das Innere der Beere und der Most ausgeliefert wären. Oxidation führt dazu, dass sich unerwünschte Geschmacksstoffe bilden. Außerdem kann sich durch Essigsäurebakterien Essigsäure bilden, besonders bei Hitze. Grundsätzlich sind Weißweine anfälliger für Oxidation, da die Rotweine Phenole enthalten, die oxidationshemmend wirken. Schwefeldioxid ist ein gutes Mittel gegen Oxidation. Je weniger beschädigt die Trauben sind, desto weniger Schwefel muss eingesetzt werden. Moderne Verfahren sorgen dafür, dass der Most und der werdende Wein möglichst nicht mit Sauerstoff in Berührung kommen. Man nennt diese Art des Ausbaus reduktiv."